Kopflausbefall: wichtige Tipps zur optimalen Behandlung

Kopflausbefall - Inkubationszeit
Als Inkubationszeit wird normalerweise die Zeit zwischen Ansteckung und Eintritt gesundheitlicher Einschränkungen bezeichnet. Eine Inkubationszeit im üblichen Sinn existiert bei Kopflausbefall nicht.

 

Kopflausbefall - Dauer der Ansteckungsfähigkeit
Eine Ansteckungsfähigkeit ist gegeben, solange die Betroffenen mit geschlechtsreifen Kopfläusen befallen sind und noch nicht adäquat behandelt wuden. Aus Eiern der Kopfläuse, die bis zu einem Zentimeter von der Kopfhaut entfernt an den Haaren haften, können etwa 7–10 Tage nach der Eiablage Kopflaus-Larven schlüpfen. Diese Kopflaus-Larven verlassen in den ersten 7 Tagen ihren Wirt nicht und werden nach etwa 10 Tagen geschlechtsreif. Falls also Eier von Kopfläusen nahe der Kopfhaut festgestellt werden, signalisiert das allenfalls eine später mögliche Ansteckungsgefahr (nach 2–3 Wochen, allerfrühestens nach 8 Tagen). Von Eihüllen (Nissen), die weiter als 1 cm von der Kopfhaut entfernt am Haar kleben, geht keine Gefahr aus, denn sie sind leer.

 

Kopflausbefall – Wiederaufnahme von Kindern nach Krankheit
Direkt nach der ersten von zwei erforderlichen Behandlungen gegen die Kopfläuse mit einem zugelassenen Mittel zur Bekämpfung von Kopflausbefall und welches auch nachweislich zur Tilgung des Kopflausbefalles geeignet ist, ergänzt durch sorgfältiges Auskämmen des mit Wasser und Haarpflegespülung angefeuchteten Haars.

 

Kopflausbefall - Ausschluss (von der Kita / Schule) von Kontaktpersonen
Eine Kontaktperson ist erst dann von der Kita / Schule auszuschließen, wenn bei ihr ausgewachsene Kopfläuse nachgewiesen wurden. Kopflausbefall betrifft in der Regel mehrere Personen in einer Gruppe. Alle Personen, die engen ("Haar zu Haar") Kontakt mit einem Indexfall hatten, und alle Mitglieder einer Gruppe oder Klasse einer Kinder-Gemeinschaftseinrichtung sollten sich umgehend untersuchen und – wenn Kopflausbefall festgestellt wurde – behandeln lassen.

 

Hygienemaßnahmen zur Verhütung von Infektionen
Obwohl die Gefahr, dass Kopfläuse abseits vom Wirt existieren und lebensfähig bzw. übertragbar bleiben, als gering einzuschätzen ist, werden folgende Reinigungsmaßnahmen im Umfeld eines festgestellten Befalls für sinnvoll gehalten:
• Kämme, Haarbürsten, Haarspangen und -gummis sollen in heiß gereinigt werden,
• Schlafanzüge und Bettwäsche, Handtücher und Leibwäsche sollen gewechselt werden,
• Kopfbedeckungen, Schals und weitere Gegenstände, auf die Kopfläuse gelangt sein könnten, sollen für 3 Tage in einer Plastiktüte verpackt aufbewahrt werden.

 

Quelle: http://www.hygiene-netzwerk.de/kopflausbefall-wichtige-tipps-zur-optimalen-behandlung

 

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